Hey! Ben hier. Heute darf ich Dir stolz einen Gastbeitrag von Brigitte und Ehrenfried Conta Gromberg präsentieren. Ich habe Brigitte und Ehrenfried bei dem von den beiden erstmalig veranstalteten Solopreneurs Day in Hamburg kennen- und auch direkt schätzen gelernt. Brigitte und Ehrenfried sind mittlerweile seit 20 Jahren unternehmerisch tätig – und eine Frage beschäftigt sie dabei stetig: Was für eine Geschäftsidee führt dazu, dass ich ruhig und gerne arbeiten kann? Ich bin gespannt! – Enter Brigitte und Ehrenfried!
Welche Idee hat was für eine Auswirkung im eigenen Leben?
Nehmen wir einmal den Kapitän eines Online Start-ups. Wir sind in vier Start-ups als Business Angel aktiv und haben 1999 selbst einmal auf dem Pilotensitz eines eigenen Start-ups gesessen.
Letzte Woche interviewten wir einen Geschäftsführer eines Hamburger Start-ups und stellten ihm die Frage:
“Was würden Sie, wenn Sie noch einmal starten würden, anders machen?”
Die Frage war von uns strategisch gemeint. Die Antwort, die kam, um so bezeichnender:
“Ich würde vorher ein Jahr schlafen und noch ein letztes Mal Urlaub machen.”
Dieses Antwort zeigt, was wir selbst erlebt haben und bei vielen Internetfirmen beobachten: Sie starten mit einer hohen Geschwindigkeit und Komplexität. Viele Arbeitsstränge müssen parallel im Auge behalten werden. Alleine die ständige Suche nach Fremdkapital zwingt einen dazu, immer wieder mit Investoren und Banken im Gespräch zu sein. Wir haben mehr als einen übermüdeten Online Entrepreneur kennengelernt.
Was wäre die Alternative?
Bleibt der Schuster bei seinen Leisten und wagt sich erst gar nicht an eigene Ideen heran? Was passiert, wenn man eine solide, normale Selbstständigkeit wählt?
Sagen wir einmal als Webdesigner. Man hat eine überschaubare Anzahl von Kunden, arbeitet bis 17:00 Uhr und klappt dann sein Laptop zu, um gemütlich mit seiner Freundin ins Kino zu gehen.
Hmm. Das kann so sein.
In der Regel ist das nicht so. Wir haben bei Freelancern zwei Gattungen kennengelernt: Die einen haben zu wenig Kunden, die anderen zu viele. Beides verursacht Stress. Dazu kommt die Projekt-Struktur. So gut wie alle Selbstständigen arbeiten in Projekten. Wenn wir in 20 Jahren Selbstständigkeit eines erlebt haben, dann das: Kein Projekt läuft wie geplant. Der Selbstständige reagiert auf Kunden. Damit gehen viele private Termine den Jordan hinunter.
Geschäftsideen, die die Balance halten
Wer seine Work-Life-Balance ins Lot bekommen will, muss – unserer Meinung nach – mit einer Geschäftsidee einen anderen, speziellen Weg gehen. Wir nennen dies ein Smart Business Concept.
Ein Smart Business Concept
startet bei den eigenen Möglichkeiten (keine Moonshots)
setzt nicht auf Projektarbeit, sondern auf einen Geschäftsprozess
bewegt sich eine Etage unter den großen Online Start-ups (ist ein Smart-up)
nutzt HighTech (Komponenten), entwickelt diese aber nicht
verzichtet auf Fremdkapital (Bootstrapping)
Die erste zentrale Entscheidung
Wer ein solches Smart Business Concept entwickelt, muss gleich zu Beginn eine fundamentale Entscheidung treffen: Ziehe ich die Sache alleine durch oder hole ich mir einen Partner oder sogar ein ganzes Team mit an Bord? Die Meisten fühlen sich sicherer und setzen auf Partner – und gehen damit unbewusst in eine Denkfalle. Es ist möglich, ein Smart Business Concept im Team zu fliegen, wir raten davon aber ab.
Teamplayer oder Solopreneur?
Wir sagen nichts gegen Teams. Ein gutes Team ist – wenn es einmal aufgestellt ist – immer stärker als der Einzelne. Gemischte, interdisziplinäre Teams sind auch kreativer. Warum raten wir dann dazu, sein Business Concept alleine zu beginnen? Dies ist in einer Reihe von Erfahrungen begründet. Hier die zwei Wichtigsten:
1. Solo kann jeder für sich entscheiden
Wer sein eigenes Ding macht, möchte seine Ziele verfolgen. In einem Team hat aber jeder andere persönliche Ziele. Unsere Generation hat sehr hohe individuelle Freiheiten. Individualisten sind aber schwer zu halten. Die Verfallszeit von Verbindlichkeit in Teams fällt und fällt: 4 Jahre, 3 Jahre, 2 Jahre … Rechtskörper wie eine GmbH ticken viel länger. Das ist keine gute Kombination. Blöd wäre: Man bremst sich selbst, um dem Team gerecht zu werden und dann steigen genau diejenigen, auf die man Rücksicht genommen hat, im entscheidenden Moment aus. Team also nur dann, wenn man damit umgehen kann.
2. Solo verbraucht weniger Geld
Ein Team braucht zum Start mehr Geld. Häufig gibt es ein oder zwei Leistungsträger und eine Gruppe anderer, die keine so hohe Performance haben. Das führt zu einer höheren Burn-Rate beim Geld. Oder die Idee reicht aus, eine Person gut zu ernähren, nicht aber mehrere. Auch Bootstrappen ist alleine einfacher als im Team. Es stellt sich hinterher z.B. nicht die Frage: Wer hat wie viel umsonst eingebracht und was bekommt er dafür?
Alleine schneller zum Ziel
Was hat diese Frage mit der Arbeitsbelastung zu tun? Viel. Denn wenn ich meine Firma selbst steuern kann, fallen viele Abstimmungen und Stresspunkte weg. Wir sagen nicht, dass ein Solopreneur mit einem Smart Business Concept das gleiche stemmen kann, wie ein Team. Wir sagen: Er ist schneller an seinem persönlichen Ziel. Vor allem dann, wenn er Work und Life in die Waage bekommen will. Einzige Voraussetzung: Smartianer sollten darauf achten, eine Idee zu suchen, die auch alleine zu bewältigen ist.
Smarte Geschäftsideen
Und das führt uns zu der Geschäftsidee. Habe ich vor, ein Restaurant zu eröffnen, weiß ich, was auf mich zukommt. Dafür muss niemand ein Hellseher sein. Wenn ich als Online Start-up versuche, Facebook Konkurrenz zu machen, sollte ich mich auch warm anziehen. Ein Smart Business Concept ist eine Idee, die auf der einen Seite von mir selbst gut gesteuert werden kann und zum anderen einen hohen Automatisierungsgrad zulässt. Wir sprechen auch von „einzügigen Geschäftsmodellen“, weil sie einfach sind und eine starke Logik in einem Prozess abbilden.
In diesen fünf Gassen ist es unserer Erfahrung nach einfacher als an anderer Stelle, fokussiert ein Smart Business zu entwickeln und dieses so zu gestalten, dass man selbst Termine und Finanzen steuert.
Ausgeruht arbeiten
Wem es gelingt, nicht alles auf einmal zu wollen, seine eigenen Möglichkeiten richtig einzuschätzen und dann eine starke Geschäftslogik so aufzustellen, dass die dafür notwendige Technik mit wenig Einstiegskosten verbunden ist – der wird kein Jahr lang vorschlafen müssen, um den dann folgenden Ereignissen standhalten zu können.
Und, was gelernt? (Hier ist Ben) – Hinterlasse einen Kommentar!
Wenn Du mehr Infos möchtest zu dem was Brigitte und Ehrenfried so treiben, dann kann ich Dir ihr Programm Smart Business Concepts ebenso wie den Solopreneurs Day ans Herz legen.
Dies ist ein Gastbeitrag von Sebastian Fahrenkrog. Sebastian hat viele Jahre als Freelancer in einem Team von Entwicklern gearbeitet. Nebenbei entwickelt er eigene Apps und Dienste. Sebastian hat viele Teile seines Unternehmens automatisiert. In diesem Artikel erklärt Sebastian, wie Du einen Programmierer für Dein Projekt findest, wenn Du selbst nicht programmierst.
Enter Sebastian: Programmierer sind eine komische Sorte Mensch. Ich darf das sagen, weil ich selber einer bin. Seit vielen Jahren fungiere ich in meinem kleinen Team als Dolmetscher zwischen dem Kunden und den Programmierern.
Viele Programmierer sind kundenscheu (telefonieren z.B. nicht gerne), trinken viel Cola und verfügen über einen merkwürdigen Humor. Wenn sie etwas erklären, dann verstehen viele Nicht-Techniker nur Bahnhof oder Chinesisch. Hier sei auf Blumentopf und das “Nerds”-Lied verwiesen. (Liebe Kollegen: Ich meine natürlich nicht euch, sondern die anderen).
Früher oder später kommst Du wahrscheinlich an einen Punkt in Deinem Business, wo Du einen Programmierer brauchst. Vielleicht ist Dein Projekt gewachsen (Du hattest Erfolg: Glückwunsch!) oder Deine Idee übersteigt Deine technischen Fähigkeiten (man kann nicht alles selber machen).
Jetzt hast Du zwei Möglichkeiten: Selber lernen (kann bei einigen Themen ganz schön schwierig werden) oder Dir einen Programmierer suchen.
Anforderungen und Projektplanung
Als Erstes musst Du wissen: Es gibt für jede Projektart verschieden spezialisierte Programmierer. Du musst also erst mal herausfinden, was für einen Du brauchst und was dieser können muss. Das richtet sich natürlich nach Deinem Projekt und den daraus resultierenden Anforderungen.
Das ist vergleichbar mit einem Handwerker: Ein Klempner ist meistens nicht die beste Wahl um Deinen Boden zu verlegen.
Zuerst: Jeder Programmierer spricht nur eine bestimmte Anzahl von Programmiersprachen. Wenn du z.B. ein Webprojekt umsetzen willst (sprich: eine Webseite mit einer Funktion XY), dann wäre PHP eine gängige Sprache. PHP alleine würde aber mittlerweile nicht mehr reichen, um ein Projekt umzusetzen. Dazu nötig sein sollten noch Fähigkeiten in MySQL, JavaScript und HTML/CSS. Man kann das Gleiche statt mit PHP aber auch mit .NET, Perl, Ruby oder Node.js umsetzen.
Das ist vergleichbar mit einem Redakteur: Wenn Du eine spanische Webseite betreiben willst, dann bringt Dir ein Redakteur, der fließend Finnisch spricht, wahrscheinlich nicht so viel.
Wenn es um die Einschätzung geht, welche Programmiersprachen bzw. Fähigkeiten dein Programmierer mit sich bringen können muss, können Dir vielleicht Freunde bei der Formulierung der technischen Anforderungen helfen. Gegebenenfalls kannst Du auch einen Programmierer freundlich um seine Einschätzung bitten.[1]
Typen von Programmierern
Es gibt verschiedene Programmierertypen: Den Software Architekten, den Anwendungsentwickler, den „Frontendler“ und den Allrounder.
Der Software-Architekt entwickelt die Architektur von komplexen Systemen und legt das technische Fundament. Ihn brauchst du (primär) bei großen komplexen Projekten (Beispiel: du möchtest eine Plattform entwickeln wie Facebook). Wenn Du einmal an den Punkt kommst, wo Du mehrere tausend Benutzer hast und Du an Deine Kapazitätsgrenzen stößt, dann solltest Du mindestens einen guten Software Architekten haben. Oft finden sich Software Architekten auch in der Rolle des Projektmanagers wieder. Sie programmieren meistens nur noch wenig, bzw. evaluieren eher Anforderungen und erstellen Grundgerüste.
Der Frontendler setzt einfach gesagt Dein Layout um. Er erstellt grafische Benutzeroberflächen und sorgt dafür, dass bei deinem (Web)projekt alles so aussieht wie in deinem Layout und macht das ganze Projekt hübsch. Ein guter Frontendler hat meistens einen grafischen Background, kann also mit Grafik-Programmen umgehen und auch (kleinere) Grafiken (Buttons, Banner etc) selber erstellen. Oftmals sind Frontendler Grafiker die sich HTML, CSS und JavaScript beigebracht haben. Man spricht hier auch vom Webdesigner (wobei das auch manchmal nur einen Grafiker beschreibt der Layouts für das Web erstellt).
Der Anwendungsentwickler (im amerikanischen manchmal als Code Monkey bezeichnet) ist das fleißige Bienchen bei Projekten. Er füllt das Projekt mit Leben, erstellt Formulare, liest Werte aus der Datenbank aus und übernimmt den täglichen Support. Oftmals sind Frontendler und Anwendungsentwickler nahe beieinander bzw. übernehmen die gleichen Bereiche.
Der Allrounder ist eine Mischung aus allen genannten Bereichen. Viele Freiberufler sind Allrounder, ganz einfach weil der Kunde es fordert. Vergleichbar mit einem Hausmeister, der sich um die Heizung kümmert, die Tür repariert und auch Wände streicht. Es liegt in der Natur der Dinge, dass hier nicht alle Bereiche in der gleichen Qualität abgedeckt werden können. Bei vielen Webprojekten klappt das aber erstaunlich gut.
Die Vorbereitung
Als erstes unterscheidet man zwei Fälle: Du hast ein Budget oder Du hast kein Budget. Mit Budget ist es natürlich einfacher, denn für Geld arbeiten viele Leute einfach lieber.
Ohne Budget musst Du den Programmierer von deinem Projekt überzeugen bzw. begeistern. Bitte habe Verständnis dafür, dass nicht jeder Programmierer direkt alles stehen und liegen lässt für Deine Idee. Die meisten Entwickler werden im Laufe ihres Berufslebens überhäuft mit Anfragen von kleinen Startups oder Leuten mit großartigen Ideen, wie man das nächste Google oder Facebook macht (Suche mal nach “Clients from hell”). Übertrieben gesagt ist es ein bisschen wie eine Liebesbeziehung. Du musst um den Programmierer werben und ihm deine Idee präsentieren. Das ist die gleiche Situation wie bei jedem Pitch für dein Projekt: Du musst zeigen warum dein Projekt so cool ist.
Mich persönlich schrecken hier Floskeln oder allzu generelle Aussagen ab. Hebe die Vorteile und die Alleinstellungsmerkmale Deiner Idee heraus. Vielleicht zeigst Du eine kleine Präsentation oder ein Video von Deiner Idee.
Dann solltest Du auch klar sagen, was Du dafür bereit bist zu geben. Ein Weg wäre zum Beispiel, dass du dafür eine Dienstleistung von dir anbietest. Das ist aus meiner Sicht besser, als direkt mit Firmenbeteiligungen zu werben (außer Deine Idee ist schon erfolgreich und hat bewiesen, dass sie funktioniert). Wenn Du an einem coolen Ort lebst (oder eine Ferienwohnung dort hast) kannst du ja vielleicht auch einen Aufenthalt gegen Programmierleistung tauschen. Ich hatte mal das Angebot 4 Wochen nach Afrika zu reisen, in einem Appartment am Strand zu wohnen und mit dem Kunden zu Surfen, gegen die Erstellung einer Typo3 Extension[2] (Apropos: Das wäre mal ein gutes Projekt).
Du solltest auch Deine zeitlichen Vorstellungen kommunizieren und fragen ob diese machbar sind. Gerade bei Projekten ohne Budget muss der Programmierer ja die Arbeit in seiner Freizeit realisieren und auch noch Geld für seinen Lebensunterhalt verdienen. Programmieren ist eine anstrengende Kopfarbeit und meistens sind Entwickler von ihrem normalen Tagesjob schon ziemlich ausgelaugt.
Egal ob Budget oder kein Budget, wichtig ist vor allem, Deine Planung vorab. Ein Programmierer nimmt Dir nicht die Konzeption der Anwendung ab. Am besten erstellst Du mit Powerpoint oder einem ähnlichen Tool ein sogenanntes Wireframe deiner Anwendung. Das ist eine Art Skizze von den verschiedenen Ansichten deiner Anwendung. Hier gibt es auch freie Online Editoren. Such einmal nach “Online Wireframe erstellen” bei google. Zu jedem Wireframe gehören dann noch ein paar erklärende Sätze für die jeweilige Ansicht.
Je genauer Du hier arbeitest, umso besser kann der Entwickler die Arbeit und nötige Zeit für die Realisierung abschätzen. Zudem verkürzt Du die spätere Realisierungszeit, weil du so schon früh konzeptionelle Fragen klärst.
Solltest du planen deine Anwendung im Ausland zu entwickeln, dann ist diese Vorbereitung noch wichtiger, weil noch eine Sprachbarriere dazu kommt.
Idealerweise ergänzt Du Deine Wireframes mit grafischen Layouts. Also Ansichten wie das ganze nachher wirklich aussehen soll. Je nach der Größe deines Projektes kann es sinnvoll sein, direkt die ganze Ansichte zu layouten.
Bei einem Shop ist es zum Beispiel nicht sinnvoll, vorher alle Ansichten als Wireframes zu skizzieren, da hier bei den meisten Shops doch eine große Ähnlichkeit besteht.
Der Pitch – “Wo finde ich meinen Nerd?”
Nachdem Du Deine Unterlagen vorbereitet hast, Dein Angebot formuliert und Deine Sätze überdacht hast geht es jetzt auf die Jagd.
Eine gute Stelle sind natürlich Veranstaltungen wie die Startup-Games. Die hier anwesenden Programmierer haben auf jeden Fall durch ihre Teilnahme schon eine gewisse Aufgeschlossenheit demonstriert und auch Lust auf neue Projekte. Hier kannst Du ggf. auch wertvolles Feedback aus Entwicklersicht bekommen.
Eine detaillierte Recherche kannst Du auch bei Xing machen. Hier musst Du ein Premium Mitglied sein, um die entsprechenden Suchaufträge starten zu können und Leute anzuschreiben. Achte bei deinem Profil auf ein nettes Foto und halte Dein Anschreiben persönlich und auf die Person zugeschnitten. Bitte schau Dir auch vorher das Profil des jeweiligen Entwicklers an. Gegebenenfalls stehen hier schon Sachen, die er nicht möchte (wie zum Beispiel ein Angebot für eine Festanstellung).
Bei der Suche solltest Du als Filter Deine Region einstellen und nach den technischen Begrifflichkeiten suchen, die Dein Projekt erfordert. Bei einem WordPress Projekt solltest Du also nach “Wordpress” suchen, bei einem Typo3 Projekt nach “Typo3 Entwickler” etc.
Ich persönlich bevorzuge Kunden, die direkt zur Sache kommen und nicht erst mal unverbindlich eine Kontaktanfrage stellen. In Deiner Anfrage sollte dein Anliegen stehen, ein grober Umriss des Projektes und die Frage ob da Interesse besteht. Bitte erwähne direkt ob Du dafür Budget hast oder nicht. Möglicherweise hat der Entwickler keine Zeit, aber ist bereit Dir eine Einschätzung zu geben oder einen Kollegen zu empfehlen.
Als weitere Kontaktmöglichkeiten bieten sich Programmierer-Foren an oder Outsourcing-Plattformen (Odesk oder Freelance zum Beispiel). Foren haben manchmal eine durchwachsene Qualität. Hier braucht man Zeit um ein Forum mit guten Entwicklern bzw. freundlichen Entwicklern zu finden.
Die letzte Möglichkeit ist die klassische Empfehlung. Einen großen Teil meiner Kunden habe ich durch Weiterempfehlung kennengelernt. Hier gibt es oft direkt ein Anfangsvertrauen, da man einen gemeinsamen Bekannten hat.
Bei Xing kann man zum Beispiel speziell nach Kontakten meiner Kontakte suchen und diese bitten, den Kontakt herzustellen.
Beurteilung der Leistung
Es ist für einen Außenstehenden Nicht-Programmierer oft schwer die Qualität eines Programmierers abzuschätzen. Trotzdem gibt es einige Kriterien an denen Du aus meiner Sicht erkennen kannst, ob ein Programmierer etwas von seiner Arbeit versteht oder nicht.
Zuerst einmal: Guck nicht auf Studienabschlüsse. Fakt ist: Im Studium (egal ob FH oder Uni) lernt man kein Programmieren. Es ist bei weitem nicht genug Bestandteil des Lehrplans. Die Leute die Informatik (zu Ende) studiert haben, mögen mir hier verzeihen. Wobei es in anderen Berufen hier sicherlich auch nicht anders ist. Einer der besten Programmierer die ich kenne, hat eine normale Ausbildung durchlaufen, als Fachinformatiker.
Frag lieber nach Referenzen und schaue Dir einige Projekte an, die der Programmierer Deiner Wahl erstellt hat. Frag nach und lass Dir von dem Projekt erzählen, von eventuellen Problemen oder ob er noch mit dem damaligem Auftraggeber zusammen arbeitet. Je ähnlicher die Referenzprojekte zu Deinem Projekt sind, umso besser.
Aus meiner Sicht sind auch langjährige Geschäftsbeziehungen zu Agenturen oder anderen Programmierern ein gutes Zeichen. Hier stimmte anscheinend in der Vergangenheit die abgelieferte Qualität und Leistung.
Was am Ende auch zählt: Fühlst du dich verstanden und kann dein Gegenüber technische Sachverhalte so erklären, dass du sie verstehst? Entwickelt er im Gespräch ein Verständnis für dein Projekt und schlägt ggf. andere Lösungswege vor, um problematische Stellen zu umgehen?
(Gute) Programmierer sind sehr gefragt. Ein Kriterium könnte also auch seine verfügbare Zeit sein. Wobei ich auch genug exzellente Programmierer kenne, die sich lausig vermarkten und daher immer wenig zu tun haben.
Die Umsetzung
Vor der Umsetzung solltest du die Aufwände geklärt haben. Wenn du ein Budget hast, lässt du dir am besten ein Angebot erstellen, über die Projektrealisierung. In dem Angebot solltest du dein Projekt “wieder finden”. Das Angebot sollte auf Basis deiner Wireframes erstellt sein.
Wichtig sind die Materialien die von dir geliefert werden müssen (zum Beispiel bei einem Webprojekt ein Layout im Photoshopformat und den richtigen Pixeldimensionen) und der Realisierungszeitraum.
Es sollte klar sein, das Projektänderungen auch Budgetänderungen mit sich bringen (können). Dazu sollten die Kosten für außerhalb des Angebots liegende Arbeiten definiert sein (Stundensatz).
Du solltest kleine Projektteilschritte definieren und diese zusammen mit dem Programmierer abnehmen, um ein Gefühl für die Fortschritte zu bekommen.
Am besten definiert ihr auch zusammen Realisierungszeiträume (man spricht hier auch von Milestones), an denen eine Aufgabe fertig wird.
Bei der Projektkommunikation hilft dir das Benutzen von einem Projektmanagement-System. Empfehlen kann ich zum Beispiel Active Collab (kostenpflichtig) oder ein System wie Basecamp. Damit kannst du Aufgaben sammeln, zuweisen und bearbeiten, ohne die Übersicht zu verlieren und das auch in einem Team von mehreren Entwicklern.
Ich kann dir nur empfehlen den größten Teil der Kommunikation in schriftlicher Form zu führen. So gehen wichtige Informationen oder Absprachen nicht verloren. Nichts ist schlimmer als spätere Diskussion, ob bei einem Telefongespräch irgendwas besprochen wurde oder nicht.
Das Testing
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das gilt auch für den Programmierer. Nach der Fertigstellung bzw. bei erreichen von Teilschritten solltest du die Sachen gut testen. Das beinhaltet alle Funktionen und auch das bewusste Falschausfüllen von Masken.
Bei jedem Projekt sind noch Fehler bzw. Bugs vorhanden. Der Entwickler ist hier oft betriebsblind durch die Umsetzung. Deshalb beschäftigen große Firmen auch eigene Testabteilungen.
Häufige Fehler
Ich führe hier die häufigen Fehler auf, die bei der Kommunikation Entwickler vs. Kunde entstehen können. Diese sind natürlich rein subjektiv aus meiner persönlichen Erfahrung und aus der von Kollegen.
Projekte sollten nicht zu eng geplant werden und eine Testphase vorsehen!
Du solltest klar definieren und visualisieren was du willst. Vorstellungen oder Annahmen, dass man “etwas immer so macht”, wie du es dir vorstellst, sind gefährlich!
Je größer das Projekt, um so unwahrscheinlicher, dass ein Programmierer es ohne Budget fertigstellt. Unterteile dein Projekt daher in funktionierende Teilprojekte mit überschaubarem Aufwand. Kommuniziere trotzdem, was du mit dem Projekt irgendwann einmal erreichen willst, damit der Entwickler es bei der Wahl seiner Struktur berücksichtigen kann!
Je mehr Mühe du dir bei der Vorbereitung gibst, um so besser für dein Projekt. Alles andere wirkt so, als ob du faul bist und du die Arbeit abwälzen möchtest!
Sei vorsichtig mit Schuldformulierungen. Bemühe dich eher um ein Verständnis für auftretende Probleme und deren Lösung. Du solltest ein Grundverständnis haben für die technische Seite deines Projektes!
Akzeptiere Kompetenzgrenzen. Wenn du mit deinem Entwickler z.b. über den Sinn von Html Validität diskutieren willst, dann mach das nur wenn du auch die Thematik verstehst!
Ich hoffe diese Tipps und Hinweise helfen Dir in Zukunft Programmierer für Deine Ideen und Projekte zu finden.
Falls Dir der Artikel gefallen hat, freue ich mich über Dein ‘Like’ oder Teilen des Artikels.
Es gibt wohl keinen Mensch auf dieser Welt, der sich nicht eine Wunderlampe wünscht. Frage deine Freunde, deine Kollegen, deine Verwandtschaft. Jeder möchte seinen ganz persönlichen Geist aus der Flasche.
Jemals daran gedacht dieser gute Geist zu sein?
Wäre Dschinni ein Mensch aus Haut und Knochen, dann könnte er sich vor Geliebten, Freunden und (Geschäfts)Partnern nicht mehr retten. Die entscheidende Frage ist, wie macht er das?
Und viel entscheidender: Wie schaffst du es, ganz ohne Zauberkraft und fliegenden Teppich?
Drei Regeln, die deine Beliebtheit steigern
1. Verhelfe deinen Mitmenschen zu mehr Erfolg!
Verblüffend. Anstatt an sich zu denken, dreht man den Spieß einfach um. Dschinni hat das verstanden. Er gibt und gibt und gibt.
Viele Menschen haben Angst davor. Sie haben Skrupel, dass sie ausgenutzt werden könnten. Doch hier geht es nicht darum ständig die Bitten anderer zu erfüllen, sondern pro-aktiv zu werden.
Hast du dir schon mal wirklich Gedanken gemacht, wie du deine Freunde oder Arbeitskollegen zu mehr Erfolg verhelfen könntest? Nimm dir doch ein Blatt zur Hand und schreibe es auf.
“Ich weiß nicht was sich andere wünschen”. Ein berechtigter Punkt. Hast du denn mal ernsthaft nachgefragt? Ich habe das mal gemacht und viele meiner Freunde und Bekannten angeschrieben, was sie mit 1 Millionen Euro machen würden.
Ein Freund meinte, er möchte gerne segeln und Kapitän werden. Kurz daraufhin habe ich ihn mit zwei weiteren Freuden bekannt gemacht, die zusammen im 420 Jolle den 9. Platz der Segel-Weltmeisterschaft belegt haben. Von dem Kontakt profitiert er heute noch.
So schnell kann man zum Dschinni werden. Jeder kann etwas geben, was andere zu mehr Erfolg verhilft.
2. Geben und … wieder geben.
In der Jäger und Sammler Zeit entstand ein Phänomen, dass bis heute in unseren Gliedern verankert ist. Die Regel der Reziprozität.
Wenn Jäger A von seiner Jagd erfolgreich war und Jäger B nicht, dann teilte man seine Beute. Doch nicht weil Jäger A so super freundlich war, sondern weil er genau wusste, dass wenn er selber mal nicht so viel Glück hat, dann von B etwas bekommen würde.
Man vertraut, dass man bekommt, wenn man zuvor gegeben hat. Diese Regel hat früher das Überleben gesichert und ist so essentiell, dass sie sich bis heute nicht verändert hat.
Die Rahmenbedingungen haben sich nur leicht verschoben: Wenn du mich heute zu deiner Party einlädst, dann kannst du dir fast sicher sein, dass ich dich zu meiner nächsten auch einladen werde.
Und wenn ich dir eine Cola schenke und dich danach um einen Gefallen bitte, dann ist die Wahrscheinlichkeit signifikant höher, dass du mir diesen erfüllst.
Doch die Meisten ruhen sich auf ihren guten Taten aus. Sie haben die Einstellung entwickelt: Jetzt ist der andere dran!
Du machst es ab heute besser. Denn Dschinni zählt nicht wie viel er gibt und wie viel er zurückbekommt. Alles gleicht sich eines Tages aus – auch wenn du jahrelang zuvor gegeben hast. Irgendwann wirst du ihre Hilfe benötigen und auch erhalten.
3. Qualität gewinnt
Erst gestern war ich auf dem 4 Hour Work Week Meetup. Genauer: Im Bad und habe meine Hände getrocknet. Neben mir war auch ein begeisterter Ferris Anhänger beim Hände waschen.
Ich war total verblüfft, dass aus dem Trockner blaues Licht schien und fragte ihn was das bezwecken soll. Wir haben ein bisschen rumgescherzt und von Special Effects geredet, bis er mir erklärte, dass es antibakteriell wirkt.
Wieder was gelernt. Kurz danach sprachen wir noch über unsere aktuelle berufliche Lage. Dann drückte er mir seine Business-Karte in die Hand und sagte er würde sich freuen, wenn ich mich bei ihm melde.
Ein sympathischer Typ. Werde ich mich bei ihm melden? Nein.
Ich weiß ganz genau, dass er jedem, nach einem kurzen Smalltalk, seine Karte in die Hand drücken wird. Wo ist unsere Verbindung? Warum sollte ich ihn überhaupt anrufen? Bestimmt hat er in irgendeinem Buch gelesen, dass er ständig seinen sozialen Kreis erweitern muss. Für ihn zählt Quantität.
Dschinni hingegen strebt qualitative Beziehungen an. Deswegen erfüllt er auch gleich drei Wünsche und verduftet nicht gleich nach einem.
Wenn du deinen Beliebtheit steigern möchtest, dann spring nicht von einer Person zur nächsten, als wäre ein Wettkampf zu gewinnen.
Es gewinnt nicht der, der die meisten Business-Karten mit nach Hause nimmt, sondern derjenige der tiefe Bindungen aufbauen konnte.
Der Dschinni-Spirit lässt sich auf eine eine Frage herunterbrechen…
…was kann ich geben?
Wundersame Grüße,
Fabian
PS.
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Der am häufigsten gebuchten Urlaube der Deutschen sind noch immer Pauschalreisen. Gemütlich nach Ägypten fliegen, vom Hotelmitarbeiter am Flughafen abgeholt werden, für zwei Wochen am Hotelpool liegen, vielleicht mal eine geführte Tour mitmachen und dann wieder nach Hause fliegen.
So kannst Du mit Sicherheit unglaublich gut entspannen und Sonne tanken, Du wirst allerdings nicht allzu viel vom Land mitbekommen. Du wirst keine lokalen Freundschaften schließen und nur von anderen Touristen umgeben sein.
Eine andere Möglichkeit ist das gemeinsame Reisen. Du setzt sich zu Hause mit einem Freund zusammen, ihr entscheidet Euch für ein Land und reist dann relativ flexibel durch dieses. Dabei könnt ihr die unglaublichsten Geschichten gemeinsam erleben, ihr könnt wirklich in das Land eintauchen, coole Freundschaften schließen und auch ein paar Unternehmereigenschaften werden hier geschult. Im Vergleich zum alleine reisen allerdings vernachlässigbar gering.
Die Königsdisziplin (und die schwierigste Form des Reisens) ist das alleine Reisen. Es hebt sich von den beiden anderen Arten ziemlich ab und macht vieles extremer, aber auch spannender.
Warum also macht alleine reisen Dich zu einem besseren Unternehmer?
Alleine reisen ist unglaublich lustig, Du kannst extrem viel erleben, Du kannst eine Menge sehen und extrem viele spannende Leute kennen lernen. Außerdem kann alleine reisen einsam sein, ein wenig gefährlich, Du kannst extrem in Stress geraten und Du musst jede Entscheidung treffen, auch wenn Du Dich gerade nicht danach fühlst.
Gerade diese negativen Aspekte helfen Dir jedoch als Unternehmer ein paar Dinge zu lernen.
1. Du musst ständig eigene Entscheidungen treffen:
Als Unternehmer bist Du zunächst einmal für alles verantwortlich. Wo steckst Du Deine Zeit rein? Welche Partnerschaften lohnen sich? Welcher Mitarbeiter ist der Richtige usw.
Beim alleine Reisen ist es genau das Selbe. Du hast niemanden, der auch einmal Verantwortung übernimmt und Du wirst ständig vor Möglichkeiten gestellt. Wohin willst Du als nächstes reisen? Willst Du noch einen Tag in der Stadt bleiben oder weiterreisen? Gefällt Dir das Hostel oder nimmst Du ein Anderes? Du lernst also schnelle Entscheidungen zu treffen. Und wer als Unternehmer keine Entscheidungen treffen kann, ist verloren! Lerne das auf Reisen und es fällt Dir als Unternehmer deutlich einfacher. Entscheidungen treffen ist auch nur eine Übungssache.
2. Du lernst Dich selbst kennen
Menschen lernen sich in Extremsituationen am Besten kennen. Glaube mir, wenn Du nach zwei Stunden Schlaf an der türkisch-bulgarischen Grenze hängst und weder lokale Währung, noch eine Wechselstube, nur noch ein bisschen Wasser und noch keinen Mitfahrt in die nächste Stadt hast, dann bist Du in einer Extremsituation. Auch wenn Du am größten Markt in Marrakesch verloren gegangen bist und jede zweite Person etwas von Dir will, wirst Du komplett überfordert sein. In diesen Situationen musst Du reagieren und je nachdem, wie Du reagierst, löst Du die Situation oder es wird noch schlimmer. Wenn Du diese Situationen gut meisterst, gibt Dir das nicht nur Selbstvertrauen für andere Situationen, Du lernst auch mit jedem Mal besser damit umzugehen. Wenn Du nicht gut reagierst, wirst Du daraus lernen. So oder so bringen sie Dich weiter. Es macht nicht immer Spaß, aber es sind die besten Geschichten und Lehrmeister. Dazu wirst Du lernen in stressigen Situationen ruhiger zu bleiben. Das ist unglaublich wertvoll, wenn alles auf Dich einprasselt.
3. Du musst ständig neue Dinge machen
Beim Reisen ist alles erst einmal ungewohnt. Du kennst weder das Land, noch die Busrouten, noch die Leute oder die Sprache (je nachdem). So oder so, bist Du ständig herausgefordert und musst neue Situationen meistern. Du gewöhnst Dich mit der Zeit an das Neue und Fremde und freundest Dich damit an. Was meinst Du wohl, was Dich als Unternehmer beinahe täglich erwartet? Ein Kunde ruft an und fragt nach einer Änderung des standardisierten Verfahrens. Ein Mitarbeiter will flexible Arbeitszeiten oder die Homepage ist auf einmal offline. Lerne Herausforderungen lieben und Du bist als Unternehmer deutlich souveräner, glücklicher und viel weniger gestresst.
4. Du musst neue Leute kennenlernen
Ein Teil des Lebens eines Unternehmers ist die Kommunikation mit Fremden. Ob fürs Marketing, in Kommunikation mit Kunden oder mit Mitarbeitern. Je mehr Du nach Außen auftrittst, kommunizierst und je mehr Menschen von Dir und Deinem Unternehmen erfahren, desto erfolgreicher wird Dein Unternehmen sein.
Wenn Du alleine reist, stehst Du vor der selben Situation. Wenn Du nicht die ganze Zeit alleine sein möchtest, musst Du offen auf Leute zugehen. Du musst mit ihnen kommunizieren und Freunde finden. Es kann das schönste auf der Welt sein, aber auch sehr ermüdend und herausfordernd. Gewöhn Dich dran und Dein Business wird es Dir danken.
5. Reisende haben die besseren Geschichten
Ist Dir schon einmal aufgefallen, dass vielgereiste Personen häufig im Mittelpunkt der Gruppe stehen. Das liegt natürlich daran, dass offene Menschen häufiger reisen, aber vielgereiste Menschen werden auch offener. Wenn Du also viel reist, wirst Du die besseren Geschichten haben und ein spannenderer Mensch werden. Und die meisten Menschen fühlt sich zu spannenden Menschen hingezogen.
Natürlich muss jeder für sich Selbst entscheiden, ob er Lust hat, im Urlaub die Beine baumeln zu lassen oder sich selbst zu fordern. Das macht vielleicht die Mischung. Ich persönlich finde eine relativ spontane, ungeplante Reise immer spannend und habe damit bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Du wirst die besten 3-Tage-Freundschaften der Welt schließen, wirst die wildesten Liebesgeschichten haben, die spannendsten Leute treffen und Dich am meisten weiterentwickeln.
Probiere es aus. Es muss ja nicht gleich Ostafrika sein, sondern Du kannst mir Südfrankreich oder Schweden anfangen.
Hat dir der Artikel gefallen? Oder hast du vielleicht schon selbst die Erfahrung gemacht, dass du auf deinen “Ego -Trips” ein besserer Unternehmer wirst? Lass es uns in den Kommentaren wissen!
Ich bin in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der es immer um mehr geht. Mehr Geld, mehr Karriere, mehr Aufmerksamkeit. Mehr Spaß und mehr „Erfolg“. Auf dem Weg des Erwachsenwerdens hat einem immer irgend jemand gesagt, was es heißt erfolgreich zu sein.
„Mach ein gutes Abi, sonst bekommst Du später keinen guten Job.“ und diese Art von direkten oder indirekten Hinweisen, Fingerzeigen, zum Erfolg. Die meisten Menschen bekommen, manche mehr und manche weniger, gesagt, was es heißt erfolgreich zu sein. Das Problem damit: Es ist nicht Dein Erfolg, weil Du Dir nicht ausgesucht hast, was erfolgreich sein für Dich bedeutet. Stattdessen hast Du einen Haufen gesellschaftlicher Werte und Muster adoptiert. Du hast Dir fremde Standards für Erfolg übergeholfen und kannst nun deine Lebenszeit damit verbringen der sprichwörtlichen Möhre hinterherzurennen oder die sprichwörtliche Peitsche zu spüren.
Natürlich nur die sprichwörtliche, da Du Dir selbst wahrscheinlich genug inneren Druck machst, als dass es einer äußeren Peitsche bedürfte.
Die relative Wahrnehmung von Erfolg
Die Wahrnehmung von Erfolg ist relativ. Nachbarn vergleichen sich miteinander. Kommilitonen vergleichen sich miteinander. Wohin man auch kommt, es wird verglichen. Das kennen wir so aus der Schule. Das kennen wir so vom Job.
Wenn Dein Erfolg relativ ist, dann hängt er vom Erfolg oder Misserfolg anderer ab. Wenn Deine Kommilitonen schlechtere Noten schreiben als Du, dann bist Du „erfolgreicher“, wenn sie bessere schreiben, dann bist Du weniger erfolgreich (im Studium). Wenn Du mehr verdienst als die anderen auf Deiner Arbeit, bist Du erfolgreich. Aber vermutlich musst Du nur in ein anderes Land ziehen oder in einen anderen gesellschaftlichen Zirkel kommen und schon bist Du nicht mehr erfolgreich, weil Du von anderen „Überflieger/innen“ umgeben bist.
Wenn Du Dein Selbstgefühl von diesem „relativen“ Erfolg abhängig machst, dann steht Dein emotionales, mentales Wohlergehen auf wackligen Beinen.
Immer wenn andere „besser“ sind als Du, bist Du automatisch weniger „erfolgreich“. Egal wie „gut“ es Dir objektiv gehen sollte. Du kannst ziemlich am Boden zerstört sein. Dich als Loser fühlen. Versagensängste haben.
Für Entrepreneure gilt genau das Gleiche. Wenn Du nur erfolgreich bist, wenn Du Deine Firma für mehr Geld verkaufst als jemand anderes oder ein höheres Einkommen erzielst, als andere Unternehmer/innen die Du kennst, dann bist Du immer von anderen „abhängig“, da Dein Erfolg immer nur relativ ist, abgeleitet vom Erfolg der anderen.
Aber es gibt auch einen anderen Weg.
Absoluter Erfolg – Erfolg nach deinen eigenen Maßstäben
Die Alternative dazu die Bewertung davon, ob Du erfolgreich bist oder nicht von anderen abhängig zu machen, ist Deine eigenen Maßstäbe für Erfolg zu setzen.
Das schwierige daran: Du musst erstmal wissen, was Deine eigenen Maßstäbe sind. Du musst in dich gehen und herausfinden, was Dich glücklich macht, was für Dich persönlich erfolgreich sein bedeutet und Du musst überprüfen, ob Du nicht doch die Maßstäbe anderer übernommen hast, ohne Dir darüber im Bewussten zu sein.
Für mich gibt es ein paar Indikatoren dafür, ob ich erfolgreich bin oder nicht. Die haben viel damit zu tun, wie ich mir Ziele setze und natürlich damit, was mir persönlich wichtig ist im Leben. Einige der Indikatoren sind:
Fühle ich mich gesund und fit?
Bin ich im inneren Gleichgewicht und im Frieden?
Habe ich Spaß?
Nehme ich mich selbst nicht zu ernst und kann über mich lachen?
Gebe ich Wert nach außen und kreiere Produkte oder Services, die anderen helfen?
Habe ich genug Geld um mich frei bewegen zu können und Freunde oder Familienmitglieder einzuladen?
Habe ich genug Zeit um mir einen Tag in der Woche komplett frei zu nehmen, zum Lesen, Schreiben oder einfach nur zu sein?
Das sind einige Indikatoren für mich, ob ich gerade „erfolgreich“ bin.Die Liste ist natürlich nicht vollständig. Das Gute an dieser Liste ist, dass mein Selbstwertgefühl und meine Wahrnehmung darüber, ob ich erfolgreich bin oder nicht, nicht oder kaum von anderen abhängt. Ich gestehe mir selbst zu erfolgreich zu sein, unabhängig davon was andere als Erfolg betrachten. Aber das ist nur die eine Seite. Genauso wie ich für mich definiere, was es für mich heißt erfolgreich zu sein, gestehe ich das auch anderen zu. Sprich, wenn einer meiner Freunde den Erfolg in der Million auf dem Konto sieht, dann ist das gut für ihn – solange er sich diesen Maßstab des Erfolgs selbst gesetzt hat. Sonst wird ihn der Erfolg nach den Maßstäben anderer irgendwann unglücklich machen.
Lass Dir nicht von anderen erzählen, was es heißt erfolgreich zu sein
Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass Du Dein Selbstwertgefühl aus Dir selbst heraus schöpfst, zumindest zu einem großen Teil. Ansonsten bist Du immer auf das Lob anderer angewiesen, um dich gut zu fühlen. Sch**ß drauf. Mach einfach DEIN Ding.
Im Business und mit Deinem StartUp genauso wie im Leben.
Wenn Du immer nur auf schon vorbereiteten Pfaden läufst, und das gilt für Deine Ziele und Deine Maßstäbe für Erfolg genauso wie dafür wie Du Dein Leben planst und in Angriff nimmst, wirst Du höchst wahrscheinlich enttäuscht sein.
Beispiel: Nach der Definition vieler wäre ich ziemlich Mittelmaß.
Ich scheitere ständig in Vorhaben
Erreiche meine Ziele oft nicht
Ich mache Rechtschreibfehler ohne Ende
Mir fällt es schwer mich lange auf eine Sache zu konzentrieren
Ich mache ununterbrochen „dumme“ Dinge, von denen mir meine Bekannten, Verwandten, Freunde und Partner abraten.
Ich könnte die Liste noch den ganzen Tag fortführen. Aber Tatsache ist: Trotz meiner Mittelmäßigkeit, meiner Fehler und Niederlagen fühle ich mich erfolgreich. Nicht weil ich alles erreicht habe, was ich erreichen will. Oder weil ich ein besonders toller Mensch Typ wäre. Sondern einfach weil ich meinen eigenen Maßstäben für Erfolg gerecht werde oder es zumindest immer versuche. Diese Maßstäbe haben nur begrenzt etwas mit finanziellem Erfolg zu tun, sondern vor allem mit Erfolg im und beim Leben. Ich habe sie mir ausgesucht und ich FÜHLE und SPÜRE, dass sie mir gut tun.
FAZIT:
Ich weiß, eigentlich geht es auf dem Blog um StartUps und nicht so sehr um Philosophie. Aber letztendlich hat Dein Business und Projekt auch immer etwas mit Dir und dem was Du im Leben machen und „erreichen“ möchtest zu tun. Deswegen ist einer meiner Tipps: Suche Dir etwas, was Dir Spaß macht, was Du gut kannst, was Deinen eigenen Ansprüchen und Erwartungen gerecht wird. Es haben sich schon zu viele Menschen unglücklich gemacht, weil sie versucht haben den Standards und Maßstäben anderer Genüge zu tun. Das musst Du nicht machen. Auch wenn es nicht einfach ist, sich davon zu lösen.
Du hast das Recht und die Möglichkeit, Deinen eigenen idealen Lebensstil zu schaffen und Dein Projekt oder Business so aufzustellen, dass es Dir keine Last wird, sondern Dir hilft Dich selbst zu verwirklichen. Dabei wünsche ich Dir von Herzen viel Erfolg. — Welche Maßstäbe anderer hast Du schon von Dir abgeschüttelt? Und was sind Deine eigenen Maßstäbe für Erfolg? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.
4 Business-Lektionen, die ich beim Trampen von Berlin nach Indien gelernt habe
Namaste,
In den letzten sechs Wochen bin ich mit meinem Kollegen Johann von Berlin nach Indien getrampt, um das soziale Projekt Guts For Change in Indien zu unterstützen und einen Film über die Tour und das Projekt mit Hilfe der Crowd zu finanzieren. Wie immer beim Reisen habe ich einige wichtige Lektionen für mich gelernt, die sich sehr gut auf das Starten von StartUps und Projekten übertragen lassen.
Hier meine 4 wichtigsten Business Learnings aus der Tour von Berlin nach Indien:
1. Hilf anderen Dir zu helfen und teile Deine Vision
Ein absolutes Aha Erlebnis hatte ich direkt nach dem wir es nach Indien geschafft hatten. Wir kamen völlig verschwitzt über die indische Grenze und es waren kaum Autos da, die man nach einem Ride hätte fragen können. Außerdem sag es nach Regen aus. Nach den ersten Erfahrungen mit dem Monsun in Islamabad hatte ich keine Lust im strömenden Regen den Daumen raus zu halten.
Johann hatte etwas mehr Energie als ich. Er schnappte sich die Ukulele, die wir für die Fahrt mitgenommen hatten und sagte wortwörtlich. “So, wir spielen jetzt den Jungs hier ein Lied und dann sollen die uns doch einen Ride organisieren.”
Hier das Video zu unserer kleinen Jam.
Wir spielten den Song, hatten Spaß mit den Jungs vor der Grenze und Johann fragte danach einen Kollegen, ob er uns einen Ride nach Amritsar geben könnte. Erst wollten sie uns ein Taxi rufen. Aber als wir erklärten, dass es eine Challenge war, wir kein Geld ausgeben durften und wir dringend einen Ride brauchten, um für ein Fernsehinterview rechtzeitig in die Stadt zu kommen, zeigten sie sich einsichtig.
Das Faszinierende: Einer der Jungs sagte, er würde mal schauen was sich tun lässt. Nach fünf Minuten kam er mit einem Motorradfahrer wieder, der erst mich ein paar Kilometer zum nächsten Städtchen fuhr. Dann zurück kam und Johann abholte.
Für mich war das Hauptlearning an dieser Aktion, dass es Sinn macht, eine Crowd um sich zu versammeln, ihnen Wert zu bieten oder eine Vision zu teilen und dann einzelne Mitglieder dieser Crowd gezielt aufzufordern Dir zu helfen. Hätten wir einfach an der Straße gestanden und den Daumen rausgehalten, wären wir es an dem Tag nicht mehr weit gekommen. So hatten wir innerhalb einer Viertelstunde einen Ride.
2. Wert geben, Rapport aufbauen, Social Proof und Empfehlungsmarketing
Das zweite Learning überschneidet sich etwas mit dem Ersten. In vielen Ländern durch die wir getrampt sind, hatten wir uns gerade mal einen Grundwortschatz aufgebaut, wie beispielsweise in China, Kasachstan, Kirgistan oder Pakistan. Dennoch haben uns Leute immer wieder mitgenommen. Auch hier haben wir versucht trotz mangelnder Sprachkenntnisse Rapport aufzubauen und den Leuten Wert zu geben. An Tankstellen haben wir erst mal eine Runde mit Tankwärtern gesprochen. Wir haben ein bisschen geplaudert oder Ukulele gespielt und gesungen. Fotos gemacht und ihnen erzählt, dass wir Trampen wollen. Das hatte zwei Effekte:
1) Das Spielen der Ukulele und das Gespräch wurde oft wie ein Geschenk wahrgenommen, eine willkommene Abwechslung (Wert geben). Häufig genug waren wir danach Mittelpunkt des Geschehens an der Tankstelle, und hatten „Social Proof“ aufgebaut – sprich, für Fahrer die anhielten, sah es so aus, als wären wir gut mit den Tankwärtern und dem Personal befreundet, dadurch vertrauenswürdig, und es fiel uns leichter Mitfahrgelegenheiten zu bekommen.
2) Wie auch hinter der indischen Grenze begannen Tankstellenwärter oft ganz von allein Fahrer anzusprechen, ob sie in unsere Richtung fahren. So konnten Johann und ich uns erholen, während die Tankwärter Fahrer für uns ansprachen. Wenn die Tankwärter das nicht von alleine taten, dann fragten, wir die Tankwärter ein zwei Mal ob Auto X oder Auto Y in unsere Richtung fahren würde (indirekte Bitte um Empfehlung) und nach einer Weile begannen die Tankwärter von allein die Autofahrer zu fragen, ob sie unsere Richtung unterwegs waren.
Um dieses Vorgehen mal auf ein Business zu übertragen:
Wert kannst du geben, indem Du Menschen hilfst (das versuchen wir beispielsweise mit dem kostenlosen Emailkurs), sie unterhältst (beispielsweise indem Du Ukulele spielst oder unterhaltsamen Content postest), Leuten hilfst zu sparen, Geschenke verteilst oder oder oder.
Rapport aufbauen kannst Du, in dem Du mit Menschen sprichst und dich für sie, ihre Herausforderungen oder ihre Hobbys interessierst, egal ob an der Tankstelle im direkten Gespräch, als Antwort auf ein Kommentar auf Deinem Blog oder via Newslettern und Social Media
Social Proof – Glaubwürdigkeit – erhältst Du, in dem Du Fans um dich versammelst und Dir eine Community aufbaust und sei sie noch so klein. Wenn bereits ein paar Personen in Deinem Restaurant sitzen, ist es wahrscheinlicher, dass weitere Leute zur Tür rein kommen. Die Personen die bereits da sitzen, sind ein Indikator dafür, dass das Essen bei Dir zumindest genießbar ist. Stelle sicher, dass Du ein paar Referenzen hast, ein bisschen Social Proof. Und wenn die Leute nur in Deinem Restaurant sitzen, weil Du ihnen eine Tasse Tee aufs Haus spendiert hast.
Empfehlungsmarketing: Erzähle Leuten die Dich kennen was Du vorhast und bitte sie anderen davon zu erzählen. So einfach. That’s it. Tue das systematisch und mache es für die Leute so einfach wie möglich, dich weiter zu empfehlen (wenn Tankwärter jemanden für uns angesprochen haben, dann habe ich nicht etwa geschlafen, sondern habe mich freundlich gezeigt und mich der Person vorgestellt, die in unsere Richtung fuhr).
3. Die Strategie der kleinen Schritte
Manchmal kommst Du an einen Ort an dem Du das Gefühl hast festzustecken oder nur sehr langsam voranzukommen. Beim Trampen sind das Rides, die dich gerade mal 100 Kilometer mitnehmen können.
Was ich gelernt habe ist, dass auch 100 Kilometer eine neue Chance bieten können. Solange dich der Fahrer nicht irgendwo am A***** der Heide rauslässt, kommt man auch mit kleinen Schritten irgendwann ans Ziel.
Für Dein Business bedeutet das, wenn Du regelmäßig, beispielsweise 52 mal im Jahr kleine, systematische Verbesserungen an Deinem Business machst, beispielsweise Dein Marketing verbesserst, dann summieren sich die kleinen Erfolge zu einem großen Erfolg über das Jahr gesehen.
Große Projekte versanden oft. (wie oft ich schon große Projekte zur Verbesserung eines Business umsetzen wollte und dann irgendwo stecken geblieben bin) Aber kleine messebare Fortschritte lassen sich mit einem Team oft schon innerhalb von ein bis zwei Stunden umsetzen und sind kleine, motivierende und vor allem regelmäßige Fortschritte.
Versuch einmal mindestens wöchentlich etwas AN Deinem Business zu verbessern und nicht nur IN Deinem Business zu arbeiten. Wenn Du wöchentlich die Prozesse und die Workflows in Deinem Projekt oder Business verbesserst, dann hast Du in einem Jahr sicherlich gleich einen ganzen Haufen Meilensteine fast nebenbei erreicht.
4. Mindset
Dieses Learning ist kurz aber wichtig. Oft sind wir an Orten gestrandet, von denen uns Leute gesagt haben, dass es unmöglich wäre zu trampen.
Das halbe Dorf hat sich um uns versammelt, um uns zu sagen, dass wir nicht weiterkommen würden.
Unser naive Antwort war meistens – na gut, wir versuchen es einfach mal. Ansonsten bleiben wir eben hier.
Meistens hatten wir innerhalb von ein, zwei Stunden wieder eine Mitfahrgelegenheit.
Das Learning für Dein Business: Manchmal hilft es etwas stur zu sein und einfach weiter zu machen. Vielleicht musst Du Deinen Ansatz etwas verändern. Vielleicht musst Du noch etwas lernen, um Erfolg zu haben. Aber lass Dir von niemandem erzählen, dass etwas unmöglich ist. Bring etwas Naivität mit und habe Spaß am Ausprobieren.
Bist Du schon gereist und hast auf der Reise Erfahrungen gemacht oder Aha-Erlebnisse gehabt, die Dir bei Deinem Projekt geholfen haben? Falls ja, freue ich mich auf Dein Kommentar.
Cheers Thomas
P.S.: Falls Du den Artikel gut fandest und Lust hast zu sehen wie Johann und ich nach Indien trampen, würde ich mich freuen, wenn Du unsere Crowdfunding Kampagne unterstützt oder teilst.