Stehst du abends manchmal auch vor der Frage „Wo ist der ganze Tag hin?“ oder „Was habe ich heute eigentlich erreicht?“ Dann haben wir hier ein paar wichtige Tipps, damit du es schaffst deine Zeit besser zu nutzen.

Wir nutzen unsere Zeit so uneffektiv, dass Firmen und Privatpersonen jedes Jahr mehrere Millionen in die Zeitmanagementbranche investieren. Ist das denn nötig? Doch erst einmal klären wir was Zeitmanagement überhaupt ist. Zeitmanagement ist die Kunst, seine (vorhandene) Zeit optimal zu nutzen. Hauptaspekte sind hierbei:

  1. Optimale Planung
  2. Prioritätensetzung
  3. Eliminieren von sog. „Zeitfressern“

Speziell für uns Gründer ist Zeitmanagement enorm wichtig, denn anders als Sachbearbeiter, die immer wieder dasselbe Tag ein Tag aus tun, stehen wir jeden Tag vor neuen Aufgaben und müssen diese möglichst effektiv in unseren Tagesablauf integrieren. Wir sind diejenigen, die sich Ziele und Deadlines selber stecken können. Halten wir diese nicht ein, so bekommen wir die Rechnung dafür am Ende des Monats, wenn wir unser Umsatzziel nicht erreicht haben.
Deshalb stellen wir euch einige Prinzipien und Regeln vor, die uns dabei geholfen haben, effektiver zu arbeiten und unsere Ziele zu erreichen.

1. „80/20-Regel“ – Das „Paretoprinzip

Frage dich vor deiner nächsten Aufgabe, die du dir innerhalb deines Projektes gestellt hast, ob sie strategisch gesehen absolut notwendig und interessant ist, um dein Ziel zu erreichen. Denn genau hier ist der Anknüpfungspunkt der 80/20-Regel. 80% der Arbeit, die du dir vornimmst, stellt nur arbeitsintensiven Aufwand dar. Gerade einmal 20% sind die Aufgaben, die strategisch wichtig sind.

Natürlich müssen die 80% trotzdem erledigt werden und genau hier beginnt die Krux. Investiere maximal 50% deiner verfügbaren Zeit in diese Aufgaben. Die anderen 50% widmest du dich den wirklich wichtigen Angelegenheiten. Außerdem ist der 80% Stapel aus noch einem ganz anderen Gesichtspunkt zu betrachten: Da es sich um strategisch unwichtige Arbeit handelt, musst du diese doch nicht auf Biegen und Brechen selbst erledigen. Denke an dieser Stelle über

  1. Automatisieren
  2. Outsourcen
  3. Delegieren

nach. Dadurch kannst Du dir mehr Zeit nehmen die wirklich wichtigen 20% gewissenhaft zu erledigen.

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Pareto Photo from Shutterstock.

2. Dein persönliches Zeitfenster finden

Claus Hipp, der erfolgreiche Unternehmer der Babykostherstellung Hipp, steht nach eigenen Angaben um 4:30 Uhr auf. Wir kennen auch alle das beliebte Zitat „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ – doch ist das wirklich so? Müssen wir uns zu solchen Zeiten aus dem Bett quälen. Ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken -> Nein! Denn jeder Mensch ist individuell und hat sein persönliches Zeitfenster, in welchem er am effektivsten Arbeiten kann. Stelle dir selbst die Frage, wann kannst du deine geistigen Höchstleistungen erbringen, wann fühlst du dich mit deiner Arbeit wohl und wir alle kennen den „Flow“, wenn man innerhalb kürzester Zeit extrem viel schaffen. Genau diesen Zeitraum musst Du für dich herausfinden und noch wichtiger: Halte dir diesen auch frei!

3. Zeitfenster behüten

Wenn du am besten eine ruhige Atmosphäre zum arbeiten brauchst, dann versuche dich ein wenig abzuschotten. Schalte Handy und sonstige Störenfriede wie dein E-Mail Programm oder Social Media Tabs in deinem Browser aus und widme dich ganz deiner anstehenden Aufgaben. Nochmals zur Erinnerung: Gerade in diesem Zeitfenster solltest du dich natürlich mit den strategisch wichtigen Aufgaben befassen.
In der Anfangszeit wirst du oft von zu Hause aus dein Business starten. Einige von euch wohnen vielleicht noch bei Ihren Eltern oder haben schon Familie zu Hause und so kann es dazu kommen, dass du nur um einen kurzen Gefallen gebeten wirst oder ähnliches. Sei in DEINEM Zeitfenster konsequent und vielleicht auch ein wenig egoistisch und kümmere dich um deine Angelegenheiten. Schau in deinen Terminkalender und hol den Gefallen natürlich später nach 😉

4. Erledige das Wichtigste zuerst

Eine Vorgehensweise, die für uns gut funktioniert ist die Folgende:

Überlege Dir am Vorabend, was die 3 wichtigsten Aufgaben (aus den 20% wesentlichen Aufgaben) sind, die Du am nächsten Tag erledigen musst. Am nächsten Morgen beginnst Du mit der schwierigsten zuerst, nimmst Dir einen Zeitraum dafür vor und lässt in dieser Zeit keine keine Störungen zu. Erst, wenn Du damit fertig bist, checkst Du E-Mails oder andere Eingänge. Anschließend nimmst Du Dir die zweit-wichtigste Aufgabe vor und nimmst Dir wieder einen Zeitblock, um diese ungestört zu bearbeiten. Mit dieser Vorgehensweise kannst Du sicherstellen, dass die wichtigste Aufgabe immer erledigt wird und Du jeden Tag an den 20% der wichtigsten Aufgaben arbeitest.

Fazit
Wir hoffen du konntest einige hilfreiche Tipps aus diesem Blogbeitrag mitnehmen und wir würden uns wünschen, dass du direkt morgen mit der Umsetzung anfängst. Frage dich heute noch, wann dein persönliches Zeitfenster ist und ordne dir deine Aufgaben nach dem „Paretoprinzip“. Denke über Automatisieren, Outsourcen und Delegieren nach und du wirst deine Zeit effektiver nutzen können.